| „Wir sind anders! Wie die DDR Frauen bis heute prägt“
Mit ihrem Buch fügt die Historikerin Dr. Annette Schuhmann der intensiven Debatte um eine „Ost-Identität“ eine besondere Sichtweise hinzu und geht der Frage nach, wie „anders“ die Frauen der DDR sind. Hierfür versammelt sie dreizehn Porträts ostdeutscher Frauen: Arbeiterinnen, Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen, Frauen, die in den Westen geflüchtet sind ebenso wie Frauen, die geblieben sind, nicht zuletzt Frauen der Nachwendegeneration. Diese stammen aus den unterschiedlichsten Regionen Ostdeutschlands. Grundlage der Porträts sind biografische Interviews mit Frauen verschiedener Generationen, Berufe und Lebensläufe. Spannend und tiefgründig zugleich zeigt Annette Schuhmann, wie Erfahrungen, Erinnerungen und Familienerzählungen prägen und welches Selbstverständnis aus der DDR-Sozialisation erwächst.
Im Anschluss an die Lesung sind alle Interessierten herzlich eingeladen, über ihre Erfahrungen, ihre Perspektiven und Fragen zu weiblichen Lebenswegen und -weisen in der DDR zu berichten und nicht zuletzt darüber ins Gespräch zu kommen, für wie relevant die Frage gehalten wird, ob und wie anders Ost-Frauen sind und welche Bedeutung das für unser heutiges Zusammenleben hat.
Dr. Annette Schuhmann, geboren 1960 in Ost- Berlin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam (ZZF) und dort seit 2008 leitende Redakteurin des Magazins zeitgeschichte.online. Ihre Beiträge zur Alltagsgeschichte der DDR und auch zu ihrer eigenen Biografie erscheinen in der ZEIT.
Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier:
