Veranstaltungen

| „Wir sind anders! Wie die DDR Frauen bis heute prägt“

Autorenlesung & Gespräch mit Annette Schuhmann und Frank Wilhelm

Ort: Neuenkirchen b. Greifswald, Feuerwehrsaal, Wampener Straße 8
Beginn: 18:30 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Da die Platzkapazitäten etwas begrenzt sind, empfehlen wir Ihnen eine Anmeldung bis zum 9. Juni 2026 unter: info@demokratieladen.de

Die Historikerin und Autorin Dr. Annette Schuhmann liest aus ihrem aktuellen Buch „Wir sind anders! Wie die DDR Frauen bis heute prägt“. Mit ihr ins Gespräch kommt Dr. Jenny Linek, Historikerin und Gleichstellungsbeauftragte der Uni Greifswald. Die Moderation übernimmt der Journalist und Autor Dr. Frank Wilhelm.

Die Veranstaltung lädt alle Interessierten herzlich ein, mitzudiskutieren, ob es heute, 35 Jahre nach der Wiedervereinigung, noch immer so etwas wie eine „Ost-Identität“ gibt.

Veranstalter sind der DemokratieLaden Anklam/LpB MV in Zusammenarbeit mit den Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Vorpommern-Greifswald und der Universität Greifswald sowie dem Regionalverband Landfrauen Landhagen e.V.

Mit ihrem Buch fügt die Historikerin Dr. Annette Schuhmann der intensiven Debatte um eine „Ost-Identität“ eine besondere Sichtweise hinzu und geht der Frage nach, wie „anders“ die Frauen der DDR sind. Hierfür versammelt sie dreizehn Porträts ostdeutscher Frauen: Arbeiterinnen, Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen, Frauen, die in den Westen geflüchtet sind ebenso wie Frauen, die geblieben sind, nicht zuletzt Frauen der Nachwendegeneration. Diese stammen aus den unterschiedlichsten Regionen Ostdeutschlands. Grundlage der Porträts sind biografische Interviews mit Frauen verschiedener Generationen, Berufe und Lebensläufe. Spannend und tiefgründig zugleich zeigt Annette Schuhmann, wie Erfahrungen, Erinnerungen und Familienerzählungen prägen und welches Selbstverständnis aus der DDR-Sozialisation erwächst.

Im Anschluss an die Lesung sind alle Interessierten herzlich eingeladen, über ihre Erfahrungen, ihre Perspektiven und Fragen zu weiblichen Lebenswegen und -weisen in der DDR zu berichten und nicht zuletzt darüber ins Gespräch zu kommen, für wie relevant die Frage gehalten wird, ob und wie anders Ost-Frauen sind und welche Bedeutung das für unser heutiges Zusammenleben hat.

Dr. Annette Schuhmann, geboren 1960 in Ost- Berlin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam (ZZF) und dort seit 2008 leitende Redakteurin des Magazins zeitgeschichte.online. Ihre Beiträge zur Alltagsgeschichte der DDR und auch zu ihrer eigenen Biografie erscheinen in der ZEIT.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier:

| PUBLIC VIEWING - Film + Fußball + Gemeinschaft

"Im Osten was Neues"
Film & Gespräch vor dem Anpfiff mit der Regisseurin Loraine Blumenthal

Am 25. Juni, Start ist 19:15 Uhr,
Hanseviertel Demmin, Museumsinsel

Getränke, Imbiß und ein Dach über´m Kopf sind mit im Angebot.
Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Partnerschaft für Demokratie der Hansestadt Demmin und dem Demminer SV 91 e.V.


Thomas Eichstätt, von allen "Eichi" genannt, war in einer Vergangenheit als einschlägig bekennender Rechtsradikaler in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs. Heute trainiert er ehrenamtlich in der Kleinstadt Torgelow die Fußballmannschaft FC Pio. Viele der jungen Spieler*innen sind aus ihren Heimatländern geflohen und kämpfen mit Jobsuche, Akzeptanz und ihrer Fluchtgeschichte. "Eichi" ist eine Art Vaterfigur und er übernimmt Verantwortung. Für ihn selbst bleibt nicht viel, die Kommune Torgelow hat leider keine Mittel, um seine wertvolle Arbeit zu entlohnen. Vom Saulus zum Paulus? Dieser Film erzählt empathisch, wie das geht. Ein bewegendes Zeugnis, das zeigt, was es heißt, den Mensch als Mensch zu sehen, Brücken zu bauen und im Leben neu anzukommen. 

Die Flyer zur Veranstalung finden Sie hier:

| Tischlein deck dich & Sommerkino

Es ist wieder so weit: Großes Sommerkino unterm Sternenhimmel. Das Dorf hat demokratische abgsetimmt und in diesem Jahr ist die Wahl auf den Spielfilm „25 km/h“ gefallen; ein sehnsuchtsvolles Roadmovie mit Tiefgang statt Flachwitz.

Ort: Meiersberg, Dorfstraße 151 bei Lohse & Zincke auf der grünen Wiese
Zeit: 19 Uhr
Der Eintritt ist frei!

Gemeinsam mit euch wollen wir den großen Tisch unter freiem Himmel decken. Wir dürfen uns also wieder auf die vielen kulinarischen Wunder, das „Dorfgespräch“ und auf unsere Gäste von nah und fern freuen! Für Getränke sorgen die Gastgeber.

Sollte es stürmen und anhaltend regnen muss die Veranstaltung leider ausfallen.

Eine Veranstaltung der Gemeinde Meiersberg, von Familie Lohse & Zincke und dem DemokratieLaden Anklam der LpB MV.

25h/km
Regie: Markus Goller
Deutschland 2018, Länge: 115 Min., FSK: 6

Mit: Lars Eidinger,  Bjarne Mädel, Sandra Hüller, Jella Haase, Franka Potente, Alexandra Maria u.v.a.
Der Film:

Inhalt: Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man denken, Lars Eidinger und Bjarne Mädel sind tatsächlich Geschwister, so ehrlich, wie sie als ungleiches Bruderpaar miteinander umgehen. Der eine, Christian (Eidinger), reist als Topmanager um die Welt, der andere, Georg (Mädel), arbeitet als Tischler in ihrem Schwarzwälder Heimatort und hat den kranken Vater bis in den Tod gepflegt. Nach 30 Jahren treffen sie sich auf dessen Beerdigung wieder – und starten gleich eine Klopperei am offenen Grab. Einige Stunden später düsen sie besoffen auf ihren Mopeds über den Marktplatz und beschließen, einen Jugendtraum endlich in die Tat umzusetzen: Kurzerhand machen sich die beiden auf den Weg nach Norden, um gemeinsam in die Ostsee zu pinkeln. Ihre Reise wird zu einem aberwitzigen Selbstfindungstrip. Das Meer sehen, noch mal jung sein, was erleben, sich vergessene Träume erfüllen, einfach mal alles anders machen und Lebensentscheidungen überdenken: Diese Ge¬¬schichte wurde schon oft erzählt, mit Vorliebe auch als Roadmovie. Trotzdem ist diese Variante der „Friendship!“-Filmemacher Markus Goller und Oliver Ziegenbalg (Buch) jede Leinwandminute wert. Cinema

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier:

| STADT | MENSCH | BAU – Teil 2: Die 90er Jahre bis heute; Anklamer Stadtgeschichte – Selbsterzählt

Vortrag und Rückblick mit Architektin Susann Milatz und Historiker Christoph Wunnicke

Wo: Anklam, RITZ, Peenstraße 1a
Beginn: 18 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Anmeldungen sind aufgrund der begrenzten Platzzahl erwünscht unter:
Anklamer Stadtinformation - Tel: 03971 835154

Eine Geschichte über Menschen, Politik und Bauwerke sowie über die Frage, welche Stadt Anklam in Zukunft sein möchte. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen – zum Zuhören, Mitreden und Austauschen!

Wie hat die Zeit nach 1989/90 Anklam verändert? Welche Spuren hinterließen politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Umbrüche im Stadtbild? Und wie wurde aus einer Stadt im Wandel eine Stadt mit neuen Perspektiven?

Im zweiten Teil der Veranstaltungsreihe „STADT | MENSCH | BAU“ werfen wir einen Blick auf die Entwicklung Anklams von den 1990er Jahren bis heute. Mit dem Verlust zahlreicher Arbeitsplätze, der Schließung von Betrieben und Behörden sowie einer starken Abwanderung begann ein tiefgreifender Strukturwandel. Neubaugebiete veränderten sich, neue Wohnformen entstanden und Investitionen prägten die Innenstadt neu.

Gleichzeitig setzte eine umfassende Stadterneuerung ein: Die Altstadt wurde schrittweise saniert, Wohngebiete modernisiert und neue Ideen für Hafen, Peeneufer und Innenstadt entwickelt. Planerwerkstätten, Politik, Verwaltung und engagierte Bürgerinnen und Bürger suchten gemeinsam nach Zukunftsperspektiven für Anklam. Auch aktuelle Entwicklungen werden thematisiert: die Umgestaltung des Marktplatzes, Abriss und Neubebauung in der Innenstadt, die Wiederbelebung der Nikolaikirchenruine als Kulturort mit dem künftigen IKAREUM, die Zukunft des Bahnhofs sowie Anklams Entwicklung als „Tor zur Sonneninsel Usedom“. Fragen zu Wohnungsleerstand, Bürgerbeteiligung und den Herausforderungen der Stadtentwicklung gehören ebenfalls dazu.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier:

Anhand zahlreicher Fotos, Pläne, Zeitzeugenberichte und konkreter Projekte entsteht ein lebendiges Bild davon, wie sich Anklam seit 1990 zwischen Schrumpfung und Aufbruch, Verlust und Neuanfang verändert hat.

 

 

| Buchvorstellung & Gespräch: Extremwetterlagen. Reportagen aus einem neuen Deutschland

Schriftstellerin Manja Präkels im Gespräch mit Marko Martin über ihr Projekt „Überlandschreiberinnen“ und politische Extremwetterlagen in Ostdeutschland

im Ballsaal Tucholski, Lange Straße 41
in 17121 Loitz

Beginn: 19 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Wir laden Sie ein, mit unseren Gästen über das Buch und die aktuelle „Wetterlage“ ins Gespräch zu kommen.

Im Vorfeld der Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen startete die Universität Leipzig unter der Leitung des Soziologen Dr. Alexander Leistner ein außergewöhnliches Forschungsprojekt: Mit Manja Präkels („Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“), Tina Pruschmann („Bittere Waser“) und Barbara Thériault („Abenteuer einer linkshändigen Friseurin“) wurden drei namhafte Autorinnen als „Überlandschreiberinnen“ ausgeschickt, um mehrere Monate lang die Stimmungen, Probleme und Kipppunkte in ostdeutschen Provinzen literarisch zu erkunden.


Die so entstandenen Texte über Besuche bei Schützenfesten und zivilgesellschaftlichen Initiativen im ländlichen Raum, Gespräche mit biertrinkenden Herren auf Kleinstadtmarktplätzen und Begegnungen am Rande von Wahlkampf-Veranstaltungen erschienen 2025 unter dem Titel „Extremwetterlagen. Reportagen aus einem neuen Mit den anstehenden Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt könnte sie einen neuen Kulminationspunkt erreichen haben. Deutschland“. Sie zeichnen ein Bild der Krise der liberalen Demokratie.

In seinem jüngsten Buch "Freiheitsaufgaben" beschäftigt sich Marko Martin - ebenso wie bereits in seinem Buch "Die verdrängte Zeit. Vom Verschwinden und Wiederentdecken der Kultur des Ostens" (2020) - mit den Wurzeln mentaler Prägungen im Osten Deutschlands.

Wir laden Sie ein, mit unseren Gästen über das Buch und die aktuelle „Wetterlage“  ins Gespräch zu kommen.

Manja Präkels, geboren 1974 in Zehdenick/Mark, lebt und arbeitet als freie Autorin und Musikerin in Berlin und Brandenburg. In ihrem preisgekrönten Debütroman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ (Verbrecher Verlag), beschreibt sie die Alltagswirklichkeit in einer Brandenburger Kleinstadt in den 80er und 90er Jahren. Als Essayistin begleitet Präkels für zahlreiche Zeitungen und Magazine seit vielen Jahren die politische Entwicklung in Ostdeutschland und engagiert sich mit schulischen Workshops für die demokratische Bildung von Kindern und Jugendlichen.

Marko Martin, Jahrgang 1970, verließ im Mai 1989 als Kriegsdiensttotalverweigerer die DDR und lebt heute, sofern nicht auf Reisen, als Schriftsteller in Berlin. Neben dem Ovid-Preis und dem Reiner Kunze-Preis erhielt 2026 auch den Werner Schulz-Preis. Zuletzt erschienen die Essaybände "Und es geschieht jetzt. Jüdisches Leben nach dem 7.Oktober" und "Freiheitsaufgaben" (Klett-Cotta/Tropen).

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier:

 

| Buchvorstellung & Gespräch: Extremwetterlagen. Reportagen aus einem neuen Deutschland

Schriftstellerin Manja Präkels im Gespräch mit Marko Martin über ihr Projekt „Überlandschreiberinnen“ und politische Extremwetterlagen in Ostdeutschland

im Alten Gemeindehaus, Pfarrstraße 22
in Strasburg (Um.)

Beginn: 18:30 Uhr,
Der Eintritt ist frei.

Wir laden Sie ein, mit unseren Gästen über das Buch und die aktuelle „Wetterlage“ ins Gespräch zu kommen.

Im Vorfeld der Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen startete die Universität Leipzig unter der Leitung des Soziologen Dr. Alexander Leistner ein außergewöhnliches Forschungsprojekt: Mit Manja Präkels („Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“), Tina Pruschmann („Bittere Waser“) und Barbara Thériault („Abenteuer einer linkshändigen Friseurin“) wurden drei namhafte Autorinnen als „Überlandschreiberinnen“ ausgeschickt, um mehrere Monate lang die Stimmungen, Probleme und Kipppunkte in ostdeutschen Provinzen literarisch zu erkunden.

Die so entstandenen Texte über Besuche bei Schützenfesten und zivilgesellschaftlichen Initiativen im ländlichen Raum, Gespräche mit biertrinkenden Herren auf Kleinstadtmarktplätzen und Begegnungen am Rande von Wahlkampf-Veranstaltungen erschienen 2025 unter dem Titel „Extremwetterlagen. Reportagen aus einem neuen Mit den anstehenden Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt könnte sie einen neuen Kulminationspunkt erreichen haben. Deutschland“. Sie zeichnen ein Bild der Krise der liberalen Demokratie.

In seinem jüngsten Buch "Freiheitsaufgaben" beschäftigt sich Marko Martin - ebenso wie bereits in seinem Buch "Die verdrängte Zeit. Vom Verschwinden und Wiederentdecken der Kultur des Ostens" (2020) - mit den Wurzeln mentaler Prägungen im Osten Deutschlands.

Wir laden Sie ein, mit unseren Gästen über das Buch und die aktuelle „Wetterlage“ ins Gespräch zu kommen.

Manja Präkels, geboren 1974 in Zehdenick/Mark, lebt und arbeitet als freie Autorin und Musikerin in Berlin und Brandenburg. In ihrem preisgekrönten Debütroman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ (Verbrecher Verlag), beschreibt sie die Alltagswirklichkeit in einer Brandenburger Kleinstadt in den 80er und 90er Jahren. Als Essayistin begleitet Präkels für zahlreiche Zeitungen und Magazine seit vielen Jahren die politische Entwicklung in Ostdeutschland und engagiert sich mit schulischen Workshops für die demokratische Bildung von Kindern und Jugendlichen.

Marko Martin, Jahrgang 1970, verließ im Mai 1989 als Kriegsdiensttotalverweigerer die DDR und lebt heute, sofern nicht auf Reisen, als Schriftsteller in Berlin. Neben dem Ovid-Preis und dem Reiner Kunze-Preis erhielt 2026 auch den Werner Schulz-Preis. Zuletzt erschienen die Essaybände "Und es geschieht jetzt. Jüdisches Leben nach dem 7.Oktober" und "Freiheitsaufgaben" (Klett-Cotta/Tropen).

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier:

 

| Lesung & Gespräch mit der Schriftstellerin Helga Schubert

Die Schriftstellerin Helga Schubert liest noch einmal aus ihrem aktuell erschienenen Buch „Luft zum Leben“ u.a. für alle, die aufgrund von Blitzeis im Februar dieses Jahres nicht dabei sein konnten, hält aber auch Aktuelles bereit. Sie dürfen gespannt sein!

Wo: Heimvolkshochschule Lubmin – Bildungshaus am Meer, Gartenweg 5 in 17509 Lubmin
Beginn: 19 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Aufgrund der begrenzten Platzzahl bitten wir um Voranmeldung per E-Mail: info@heimvolkshochschule.de

 „Luft zum Leben: Geschichten vom Übergang – mit Erzählungen von den 1970er-Jahren bis in die Gegenwart“.

Eine Frau flaniert in den frühen Achtzigerjahren nach Feierabend durch Ostberlin, weil sie einmal nicht als Erste zuhause sein möchte. In Moskau soll eine Schriftstellerin die Primaballerina Ulanowa portraitieren, wartet tagelang auf ein Treffen und erlebt dann Unverhofftes. Ein Kind atmet zum ersten Mal ein, eine Großmutter zum letzten Mal aus. Und eine Frau in den mittleren Jahren versucht, mit einer Krebsdiagnose umzugehen.

Ob in Ostberlin, Moskau oder Mecklenburg – Helga Schubert erzählt in ihren Geschichten von Sehnsucht und Fernweh, von Aufbruch und Abschied, von Diktatur und innerer Freiheit. Lakonisch, präzise und voller Menschlichkeit geht sie dem Leben auf den Grund.

Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns auf das Gespräch mit ihr und Ihnen!

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier:

 

| Ein antifaschistischer Staat? Zum Umgang mit nationalsozialistischer Vergangenheit und Rechtsextremismus in der DDR

Im Gespräch: Dr. Volker Höffer, Leiter der Außenstelle des Stasi-Unterlagenarchivs Rostock und
Dr. Lars Tschirschwitz, stellv. Landesbeauftragter für Mecklenburg - Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur

Die DDR verstand sich als sozialistische Gesellschaft, in der Faschismus und andere rechtsextreme Ideologie nicht mehr existierten. Dass Anspruch und Wirklichkeit in erheblichen Teilen der Bevölkerung von Anfang an auseinanderklafften, wurde vom Machtapparat der SED zwar immer registriert, aber nie offiziell bzw. öffentlich als Problem thematisiert.

Wann: 18 Uhr
Ort: RITZ, Peenstraße 1, Anklam
Der Eintritt ist frei

In den 1970er/80er Jahren beobachteten Staatssicherheit und Volkspolizei die Entstehung einer neuen rechtsextremen Subkultur, der sie mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und Methoden jedoch nicht begegnen konnten bzw. wollten. Angriffe auf Vertragsarbeiter aus Kuba, wie die 1979 in Merseburg tödlich endenden, oder auf jugendliche Punks in der Zionskirche 1987 waren weniger Anlass zur Aufklärung als zu Maßnahmen der Verschleierung.

Im Gespräch beleuchten Volker Höffer und Lars Tschirschwitz, wie es in der DDR um die Aufarbeitung des Nationalsozialismus sowie den Umgang mit Fremdenfeindlichkeit, Ausländerhass und Antisemitismus stand, und was den DDR-Behörden über einschlägige Personen und Gruppen bekannt war. Sie diskutieren auch, was die Art, wie SED, Stasi und Volkspolizei mit dem Problem umgingen, über das politische System der DDR aussagt.

Überdies zeigt Volker Höffer an Fallbeispielen und Stasi-Akten aus dem ehemaligen DDR-Bezirk Rostock die Dimension am Ende der DDR – auch als Hypothek für die Zeit nach Friedlicher Revolution und Wiedervereinigung 1989/90.

Eine Veranstaltung des DemokratieLaden Anklam-Landeszentrale für politische Bildung M-V, Landesbeauftragten für M-V für die Aufarbeitung der SED-Diktatur in Kooperation mit dem Bundesarchiv / Stasi-Unterlagen-Archiv und dem Museum am Steintor Anklam

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier