Veranstaltungen

| Die Ukraine, der Krieg und wir. Austausch, Film & Gespräch

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zu Film und Gespräch vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine und der Aufgabe, hier Hilfe für die von dort ankommenden Menschen zu organisieren. Wie sinnvolle Unterstützung vor Ort gemeinsam gut gestaltet werden kann, ist an diesem Abend ebenso unser Thema wie der Austausch von individuellen Er-fahrungen und Perspektiven. Als Gesprächsgast freuen wir uns auf den Darguner Pastor Alexander Uhlig. Er ist in Odessa aufgewachsen und lebt seit 2001 in Deutschland.

Ab 18 Uhr in der Beermann-Arena, Schützenstraße 1a, Demmin. Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung der Hansestadt Demmin, der Evangelischen Kirchengemeinde, des Demmin T30 e.V., des Demminer Bürger e.V. in Zusammenarbeit mit dem DemokratieLaden Anklam.

Das Thema

Der Angriff auf die Ukraine trifft vor allem die Bevölkerung. Aus Angst um Leib und Leben befinden sich zahlreiche Menschen aus der Ukraine auf der Flucht. Viele von ihnen kommen auch in Deutschland und inzwi-schen in unserer Region an. Die Hilfsbereitschaft ist enorm. Nun kommt es auch darauf an, vorhandene Kapazitäten sinnvoll einzusetzen, um es den Ankommenden so gut und leicht wie möglich zu machen.

Der Film

„Donbass“, Regie: Sergei Loznitsa, Ukraine 2018, 121 Min deutsche oder ukrainisch-russische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Der Spielfilm „Donbass“ ermöglicht uns eine individuelle Perspektive auf die Ereignisse und das Leben in der Ostuk-raine seit 2014.
Der Donbass in der Ostukraine. Seit 2014 herrscht hier ein blutiger Konflikt zwischen ukrainischen Regierungs-truppen und prorussischen Separatisten. In 13 kaleido-skopartigen, absurden Vignetten zeigt Regisseur Sergei Loznitsa ein Land, das zwischen informellen Machtstruk-turen, Korruption und Fake News zerrieben wird. Eine Gruppe Schauspieler inszeniert einen TV -Beitrag über einen fingierten feindlichen Anschlag; aus Rache für ei-nen vermeintlichen Rufmord kippt eine Politikerin Fäkali-en über den Kopf eines Chefredakteurs; ein Mann führt durch eine weitverzweigte Bunkeranlage, in dem dut-zende Menschen Zuflucht vor Feuerbeschuss suchen. Be-schlagnahmungen, Kontrollschikanen und Prügelstrafen sind an der Tagesordnung. Der kalte Horror von Angst, Gewalt und Hysterie erfasst mehr und mehr Bereiche des Lebens und nimmt immer groteskere Züge an.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

| Buchpremiere: „Ich lebe und liebe meine Heimat … Lebenslinien Anklamer Jüdinnen und Juden“ | Anklam

Das Jahr 2021 wurde als Festjahr von 1700 Jahren jüdischem Leben in Deutschland begangen. Pandemiebedingt mussten viele Aktivitäten, wie auch die Premiere des Buches, verschoben werden. Nun ist es soweit.

Zusammen mit der Hansestadt Anklam und dem Historischen Verein Anklam und Umgebung laden wir alle Interessierten herzlich ein zur Buchvorstellung mit Dr. Wilfried Hornburg, Petra Klawitter und Schülerinnen und Schülern der Europaschule Rövershagen. Begleitet vom Trompeter Ulf Rust erinnert der Historiker Christoph Wunnicke an die jüdische Geschichte Vorpommerns.

Ab 18 Uhr in der Gedenkstätte ehem. Wehrmachtsgefängnis Anklam, Friedländer Landstraße 3a.

Der Eintritt ist frei!

Der Autor, Dr. Wilfried Hornburg, ist ehemaliger Leiter des regionalgeschichtlichen Museums in Anklam und heute aktiv im Historischen Verein Anklam und Umgebung. Zusammen mit Eva Dinse, ehemals tätig im Kulturbereich der Stadt Anklam, und der AG „Kriegsgräber“ der Europaschule Rövershagen unter
Leitung der engagierten Lehrerin Petra Klawitter geben sie dieses in jeder Hinsicht bedeutende Buch heraus, das Zeugnis über jüdisches Leben in Anklam ablegt und damit über einen wichtigen und wertvollen Teil der Geschichte der Hansestadt. Seine Gestalt erinnert zugleich an das traurigste Kapitel  deutscher Geschichte, die Deportation und Vernichtung jüdischen Lebens in Anklam, Mecklenburg- Vorpommern und weiten Teilen Europas durch Nationalsozialisten und ihre Anhänger.
„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist” lautet ein Zitat aus dem Talmud, einem der bedeutendsten Schriftwerke des Judentums. Michael Galander, Bürgermeister der Hansestadt Anklam, versteht dies im Vorwort als Aufforderung, an jüdische Bürgerinnen und Bürger zu erinnern, die während der nationalsozialistischen Herrschaft unermessliches Leid erfuhren.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

| Der Krieg in der Ukraine. Perspektiven für die EU, Einblicke in die russische Gesellschaft | Anklam

Ein Angriffskrieg in Europa schien bis vor Kurzem schwer vorstellbar, nun ist er in der Ukraine Realität. Wir laden alle Interessierten herzlich zur Diskussion mit unseren Gästen ein.

Eine Veranstaltung des DemokratieLaden Anklam in Kooperation mit der Hansestadt Anklam und der der Stiftung Zentrum für Friedensarbeit „Otto-Lilienthal-Hansestadt Anklam“.

Beginn 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

Wir möchten u. a. die Frage erörtern, welche sicherheitspolitischen Konsequenzen sich in Bezug auf die Ukraine und die Russische Föderation langfristig ergeben und welche Handlungsoptionen und Handlungszwänge für Deutschland und die NATO entstehen. Zugleich werfen wir einen Blick auf die Situation in Russland selbst: Wie steht die russische Gesellschaft zum Krieg und welche Verbindungen gibt es in die Ukraine und andere Staaten Osteuropas bzw. der Europäischen Union?

Unsere Gäste:

Dr. Markus Kaim ist Senior Fellow der Stiftung Wissenschaft und Politik, Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Zürich und an der Hertie School of Governance, Berlin. Er beschäftigt sich u. a. mit Grundfragen der deutschen Sicherheits- und Verteidigungspolitik, den transatlantischen Sicherheitsbeziehungenund der Rolle der Vereinten Nationen bei der internationalen Konfliktregelung. Aktuell arbeitet er zu politischen Rahmenbedingungen multinationaler Militäreinsätze.


Alexander Formozov ist ein in Berlin lebender Koordinator von zivilgesellschaftlichen und Bildungsprojekten mit Mittel- und Osteuropa. Er hat für die Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin gearbeitet und Projekte für mehrere Nichtregierungsorganisationen ins Leben gerufen und geleitet – darunter auch Dekabristen e.V., ein Verein, den er 2012 mitbegründet hat. Herr Formozov studierte Geschichte, Europäische Ethnologie und Politikwissenschaft. Er ist in Moskau geboren und lebt seit 2004 in Berlin.

Dr. Pierre Gottschlich (Moderation) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften der Universität Rostock.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier. Es gelten die jeweils gültigen Corona-Regeln zum Veranstaltungszeitpunkt.

| Der Krieg in der Ukraine. Perspektiven für die EU, Einblicke in die russische Gesellschaft | Meiersberg

Ein Angriffskrieg in Europa schien bis vor Kurzem schwer vorstellbar, nun ist er in der Ukraine Realität. Wir laden alle Interessierten herzlich zur Diskussion mit unseren Gästen ein.

Eine Veranstaltung des DemokratieLaden Anklam in Kooperation mit der Gemeinde Meiersberg. Bei Lohse&Zincke, Dorfstr. 151.

Beginn 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

Wir möchten u. a. die Frage erörtern, welche sicherheitspolitischen Konsequenzen sich in Bezug auf die Ukraine und die Russische Föderation langfristig ergeben und welche Handlungsoptionen und Handlungszwänge für Deutschland und die NATO entstehen. Zugleich werfen wir einen Blick auf die Situation in Russland selbst: Wie steht die russische Gesellschaft zum Krieg und welche Verbindungen gibt es in die Ukraine und andere Staaten Osteuropas bzw. der Europäischen Union?

Unsere Gäste:

Dr. Markus Kaim ist Senior Fellow der Stiftung Wissenschaft und Politik, Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Zürich und an der Hertie School of Governance, Berlin. Er beschäftigt sich u. a. mit Grundfragen der deutschen Sicherheits- und Verteidigungspolitik, den transatlantischen Sicherheitsbeziehungenund der Rolle der Vereinten Nationen bei der internationalen Konfliktregelung. Aktuell arbeitet er zu politischen Rahmenbedingungen multinationaler Militäreinsätze.


Alexander Formozov ist ein in Berlin lebender Koordinator von zivilgesellschaftlichen und Bildungsprojekten mit Mittel- und Osteuropa. Er hat für die Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin gearbeitet und Projekte für mehrere Nichtregierungsorganisationen ins Leben gerufen und geleitet – darunter auch Dekabristen e.V., ein Verein, den er 2012 mitbegründet hat. Herr Formozov studierte Geschichte, Europäische Ethnologie und Politikwissenschaft. Er ist in Moskau geboren und lebt seit 2004 in Berlin.

Dr. Pierre Gottschlich (Moderation) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften der Universität Rostock.

Es gelten die zum Veranstaltungszeitpunkt gültigen Corona-Regeln.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

| Vor 100 Jahren: Die Inflation in Mecklenburg und Vorpommern.

Nach der Corona-Krise und mit Beginn des Krieges in der Ukraine steigt die Inflationsrate in Deutschland ungewöhnlich stark. Die Sorge um die Geldentwertung hat historische Wurzeln – aber ist sie vor diesem Hintergrund auch berechtigt? Schauen Sie mit uns auf ein besonderes Kapitel der deutschen Wirtschaftsgeschichte.

Der DemokratieLaden Anklam und die Gemeinde Meiersberg laden alle Interessierten herzlich ein zu einem historisch-musikalischen Abend mit Christoph Wunnicke und Ulf Rust bei "Lohse&Zincke" in Meiersberg, Dorfstr. 151.

Beginn 19 Uhr, der Eintritt ist frei!

Vor rund einhundert Jahren hatte die Inflation Deutschland fest im Griff. Der Erste Weltkrieg hatte zwar nicht unmittelbar in Vorpommern stattgefunden, seine Bevölkerung aber über die Kriegsanleihen große Teile ihres Vermögens gekostet. Allein die Bewohner Anklams stellten auf diesem Weg rund 40.000 Mark zur Kriegsfinanzierung bereit.

Nach dem Ersten Weltkrieg schwächte die Inflation nicht nur die Weimarer Republik, sondern die wirtschaftliche Not brannte sich in das kollektive Gedächtnis der Nation. Im Jahr der Hyperinflation, 1923, kostete etwa ein Zentner Kartoffeln in Anklam 60 Millionen Mark. In Vorpommern gaben
einige Gemeinden zeitweise sogar eigene Zahlungsmittel heraus. Schwer wogen auch politische Folgen. Die KPD, wenn auch in Vorpommern
schwach, hatte auf dem Höhepunkt der Inflation an vielen Orten Streiks organisiert. Der Zusammenbruch der Monarchie infolge des Krieges, die Arbeitslosigkeit und Inflation hatten außerdem den Boden für den Aufstieg der NSDAP bereitet.

Der Historiker Christoph Wunnicke erzählt diese und andere Geschichten aus der Zeit der Inflation in Vorpommern während das Publikum, begleitet vom Trompeter Ulf Rust, zwischen den einzelnen Redebeiträgen bekannte Lieder, Schlager und Filmmusiken der 1920er Jahre singt.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

| Jüdisches Leben in Pommern. Ein musikalisch-historischer Abend │ Ramin

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland bedeuten auch mehr als ein halbes Jahrtausend jüdisches Leben in Vorpommern. Diese jüdische Geschichte Vorpommerns, von Landschaftsnamen bis zum gelebten Glauben und der Vertreibung und Ausrottung der rassistisch verfolgten Minderheit, erzählen die Historiker Jörg Hackmann und Christoph Wunnicke.

Der DemokratieLaden Anklam, der PolenmARkT e.V. und die Friedrich-Ebert-Stiftung laden alle Interessierten herzlich ein. Der Eintritt ist frei.

Beginn: 18 Uhr

Die Veranstaltung richtet sich nach den geltenden Bestimmungen der Corona-Landesverordnung zum Veranstaltungszeitpunkt. Fragen zur Barrierefreiheit richten Sie bitte an die Veranstalter.

Die Geschichte jüdischen Lebens in Pommern Vorpommerns Landschaft wird noch heute von etlichen „Judenbergen“ geprägt, auch wenn man oft nicht  weiß, warum sie so heißen. Geistiges Zentrum des pommerschen Judentums war zwar Stettin, wo der Rabbiner Heinemann Vogelstein führender Vertreter des liberalen Judentums war, aber jüdische Gemeinden gab es auch in vielen anderen vorpommerschen Städten und Städtchen. War in Greifswald im 18. Jh. die Lehrsynagoge Ausdruck der Auseinandersetzung des Christentums mit dem Judentum und J. F. Behrend ein Jahrhundert später erster Rektor jüdischen Glaubens an einer Universität in Preußen, wirkten Anfang des 19. Jh. auf dem Land Juden wie der Agrarreformer Arthur Becker in Bartmannshagen. Antisemitismus jedoch war ständiger Begleiter jüdischen Lebens in Vorpommern. Julius Lippmann, von 1919 bis 1930 Oberpräsident der Provinz Pommern, wurde 1933 „nur“ zum Rücktritt gedrängt. Mit der Deportation von Juden aus dem Regierungsbezirk Stettin am 13. Februar 1940 begann hingegen die systematische Ausrottung der Juden in Europa.


Die sechs Kapitel dieser Erzählungen werden von Kay-Gunter Pusch (Tenor), Ulf Rust (Trompete) und Christiane Nowotzin-Roelofs (Klavier) mit Musik von unter dem NS-Regime verfemten jüdischen Komponisten umrahmt. Die Spannweite dieses musikalischen Bogens reicht von sakraler Synagogal-Musik bis zu Filmmusiken der Weimarer Zeit.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.