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| Ausstellung „Leseland DDR“ - Finissage mit der Schriftstellerin Helga Schubert

Die Ausstellung „Leseland DDR“ der Bundesstiftung Aufarbeitung zur SED-Diktatur lädt mit Texten, Bildern und Videos zu einer anschaulichen Zeitreise durch das Leseland DDR ein. Ein Land, dessen Obrigkeit an die Macht des geschriebenen Wortes glaubte und es zugleich fürchtete.

Zur Finissage liest die Schriftstellerin Helga Schubert aus ihrem aktuell erschienenen Buch „Luft zum Leben: Geschichten vom Übergang – mit Erzählungen von den 1970er-Jahren bis in die Gegenwart“.

Ob in Ostberlin, Moskau oder Mecklenburg – Helga Schubert erzählt in ihren Geschichten von Sehnsucht und Fernweh, von Aufbruch und Abschied, von Diktatur und innerer Freiheit. Lakonisch, präzise und voller Menschlichkeit geht sie dem Leben auf den Grund.

Die Ausstellung kann bis 6. Februar 2026 besucht werden.

Ort: Heimvolkshochschule Lubmin - Bildungshaus am Meer, Gartenweg 5, 17509 Lubmin
Beginn: 18 Uhr
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten: E-Mail: info@heimvolkshochschule; Tel: 03354-22215.

Lesung & Gespräch mit Helga Schubert. Wir freuen uns, die Schriftstellerin, Psychologin und Bundesverdienstkreuzträgerin mit ihrem aktuellen Buch „Luft zum Leben: Geschichten vom Übergang – mit Erzählungen von den 1970er-Jahren bis in die Gegenwart“ zu Gast zu haben und auf das Gespräch mit ihr und Ihnen, nicht zuletzt über die Bedeutung von Büchern in Ihrem Leben.

»Es gibt immer einen Ausweg in eine Rettung, es gibt immer einen Übergang in eine vorher unsichtbare unvorstellbare Lösung.«

Eine Frau flaniert in den frühen Achtzigerjahren nach Feierabend durch Ostberlin, weil sie einmal nicht als Erste zuhause sein möchte. In Moskau soll eine Schriftstellerin die Primaballerina Ulanowa portraitieren, wartet tagelang auf ein Treffen und erlebt dann Unverhofftes. Ein Kind atmet zum ersten Mal ein, eine Großmutter zum letzten Mal aus. Und eine Frau in den mittleren Jahren versucht, mit einer Krebsdiagnose umzugehen.

Von Sehnsucht und Fernweh, von Diktatur und innerer Freiheit, vom Menschsein und Menschbleiben erzählen diese Geschichten. So treffsicher, so lakonisch kann nur Helga Schubert dem Leben auf den Grund gehen.

Die Ausstellung „Leseland DDR“ ist ein Beitrag zur Kulturgeschichte der SED-Diktatur, zugleich eine Anregung für Jung und Alt, nach dem Besuch die alten Bücher aufzuschlagen, um die Geschichte der DDR im Spiegel ihrer Literatur (neu) zu erkunden.

Wie war Lesen in der DDR – zwischen Förderung, Kontrolle und Zensur? Die Ausstellung lädt dazu ein, diese Frage zu erkunden. Auf 20 reich bebilderten Tafeln wird gezeigt, welche Rolle Bücher und Zeitschriften im Alltag der DDR spielten und wie Literatur Grenzen überwinden konnte. Sie zeigt auch, wie DDR-Literatur in der Gegenwart wahrgenommen wird und welche Impulse sie bis heute geben kann.

Den Flyer zur Lesung finden sie hier