Veranstaltungen

| ALS WIR TRÄUMTEN

Film und Gespräch im Kino Volksbühne Ueckermünde (10:30 Uhr und 20:30 Uhr)

Im Rahmen der KUNSTWELTEN 2015 wird der Film von Andreas Dresen nach dem Roman von Clemens Meyer im Kino Volksbühne in Ueckermünde gezeigt. Zur Vormittags-Vorstellung ab 10:30 Uhr wird der Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase zum Gespräch über den Film zur Verfügung stehen. Die Abendvorstellung beginnt um 20:30 Uhr (ohne Wolfgang Kohlhaase).

Das vollständige Programm der KUNSTWELTEN 2015 in Ostvorpommern finden Sie unter www.adk.de/kunstwelten

Eine Veranstaltung der Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit dem Verein Demokratisches Ostvorpommern e. V. und dem DemokratieLaden Anklam.

| 25 Jahre nach der Wiedervereinigung - der Blick zurück nach vorn

Ein Film über die friedliche Revolution und ein Gespräch mit ehemaligen DDR-Oppositionellen über die Reformierbarkeit der DDR und das vereinte Deutschland.

Ort: Nikolaikirche Anklam, Nikolaikirchstraße 7, 17389 Anklam
Beginn: 18 Uhr (Ende ca. 20 Uhr)

18.00 Uhr Begrüßung durch Michael Galander, Bürgermeister der Hansestadt Anklam
18.15 Uhr Einführung durch Jochen Schmidt, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
18.30 Uhr Vorführung des NDR-Dokumentarfilms Stille Rebellen
19.15 Uhr Podiumsdiskussion mit Ursula Kaden, Arndt Noack, Dr. Gottfried Timm und den Autoren des Films Michael Günther & Patrick Baab. Moderation: Christoph Wunnicke

Die Architektin Ursula Kaden war seit 1987 im Friedenskreis Stralsund aktiv. Als Gründungsmitglied der SDP initiierte sie im Dezember 1989 den Stralsunder Ortsverband.
Der Theologe Arndt Noack war Studentenpfarrer in Greifswald und einer der Initiatoren der Parteigründung. Bis Februar 1990 war er Vorstandsmitglied der SDP.
Der Theologe Dr. Gottfried Timm ist am 8. Oktober 1989 in die SDP eingetreten, war 1990 Mitglied der frei gewählten Volkskammer, später Mitglied des Vorstandes der SPD und des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern und 1998 bis 2006 Innenminister des
Landes.

Zum Film: „Stille Rebellen - eine Partei gegen die SED“, NDR 2014, 45 min

Der NDR-Dokumentarfilm erzählt die Vorgeschichte der Gründung der SDP am 7. Oktober 1989 in Schwante, Brandenburg. Bildhaft werden die Motive und Ambitionen der Gründer einer sozialdemokratischen Partei in der späten DDR vorgestellt. Außerdem beschreibt der Film die wechselvolle Parteigeschichte unmittelbar nach ihrer Gründung.
Im Anschluss an den Film werden einige der Protagonisten mit den Autoren des Films über ihre politischen Ziele dieser Zeit und deren Chancen vor dem Hintergrund einer sich immer schneller
verändernden politischen Wirklichkeit diskutieren. Das Publikum ist herzlich eingeladen, aus eigenem Erleben oder der heutigen Sicht die Vorgänge vor 25 Jahren zu beschreiben oder die Arbeit der SDP-Protagonisten zu kommentieren.

Link:

www.ndr.de/fernsehen/sendungen/unsere_geschichte/Eine-Partei-gegen-die-SED,sendung297806.html

Eine Veranstaltung des DemokratieLaden Anklam, der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern und der Hansestadt Anklam. Mit freundlicher Unterstützung durch den NDR

Download Flyer zur Veranstaltung

| Engagement und Courage unter Druck - Polnisch-Deutsches Vernetzungsseminar

14. und 15. November 2015 in Szczecin (nähere Informationen gibt der DemokratieLaden auf Anfrage)

Ende Oktober 2015 finden in Polen Parlamentswahlen statt. Prognosen sagen einen deutlichen Wahlsieg nationalkonservativer Parteien voraus. Die Flüchtlingssituation wird im Wahlkampf missbraucht, wobei die in der Bevölkerung weitverbreitete Fremdenangst weiter geschürt wird. Radikalnationalistische Gruppen wie die „Allpolnische Jugend“ rufen zu Demonstrationen gegen die Aufnahme von Flüchtlingen und den Islam auf. Gegendemonstrationen sind schwach, wenn sie überhaupt stattfinden. Denn viele gehen aus Angst nicht hin. Auch die sozialen Netzwerke sind voll von Hass, Ressentiments und Anfeindungen.

In Deutschland mag die Situation noch als weniger bedrohlich eingeschätzt werden. Aber die Situation ist ähnlich: Pegida, MVgida und vergleichbare Bewegungen haben steten Zulauf, „besorgte Bürger“ laufen bei Demonstrationen der Rechtsextremen mit, in den sozialen Netzwerken ist jede rote Linie längst weit überschritten. Nahezu täglich berichten die Medien von Anschlägen gegen Flüchtlinge und deren Unterkünfte. Und im nächsten Jahr stehen in mehreren Ländern Landtagswahlen an, auch in Mecklenburg-Vorpommern.

Vor diesem Hintergrund laden wir zivilgesellschaftliche Akteure aus dem Stettiner Raum und aus Vorpommern zu einem grenzübergreifenden Vernetzungsseminar ein.

Auszug aus dem Programm:
- Impulsvortrag über Rechte Gewalt in der Metropolregion Stettin
- Vernetzungsmöglichkeiten zivilgesellschaftlicher Akteure über Grenzen hinweg
- Workshop: Was tun bei Anfeindungen? Verhaltensformen und Argumente in der On- und Offlinewelt

Eine verbindliche Anmeldung ist erbeten bis zum 5. November 2015. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Eine gemeinsame Veranstaltung des DemokratieLaden Anklam, der Friedrich-Ebert-Stiftung M-V und des Bonhoeffer-Zentrums Szczecin.

| Mitentscheiden, was alle betrifft? - Direkte Demokratie in der Kommune (=Wege zur Gestaltung des ländlichen Raums 2)

Wie steht es um die Chancen, Möglichkeiten und Grenzen direkter Demokratie in der Kommune, auch und gerade im ländlichen Raum?
Vortrag von Claudine Nierth, Bundesvorstandssprecherin von Mehr Demokratie e. V., mit anschließender Diskussion

1. Dezember 2015, 19.00 Uhr, Konferenzsaal der Sparkasse Vorpommern, Pferdemarkt 1, 17389 Anklam. Der Eintritt ist frei.

Die Verfassung Mecklenburg-Vorpommerns sieht auf Landesebene und in den Kommunen Elemente direkter Demokratie vor. Allerdings sind die Hürden in unserem Land hoch: Viele mögliche Themen sind ausgenommen und die Verfahrensregeln sind vergleichsweise streng. Der bislang einzige landesweite Volksentscheid (gegen die Gerichtsstrukturreform) ist jüngst daran gescheitert.

Auch auf kommunaler Ebene kommt es hierzulande nur selten zu direktdemokratischen Verfahren. Mit durchschnittlich sechs Bürgerbegehren oder Vertreterbegehren pro Jahr liegt Mecklenburg-Vorpommern an vorletzter Position in Deutschland. Und nur der kleinste Teil dieser Begehren gelangt dann zur Abstimmung. Kurzum: Die direkte Demokratie spielt für die politische Gestaltung kaum eine Rolle. Politische Beschlüsse werden fast ausschließlich in Parlamenten und Gemeindevertretungen, ohne direkte Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gefasst.

Die Befürworter der direkten Demokratie sind der Auffassung, dass damit ein großes Potenzial verschenkt wird und sehen das als eine der Ursachen heutiger Politikverdrossenheit an. Ihre Gegner halten die direkte Demokratie für nicht geeignet, angemessene Entscheidungen in komplexen Sachverhalten zu treffen und befürchten eine Zunahme populistischer Kampagnen.

Wie also steht es um die Chancen, Möglichkeiten und Grenzen direkter Demokratie in der Kommune, auch und gerade im ländlichen Raum?